23|01|2020

General Anzeiger Papenburg

Marien-Hospital bekommt neue Notaufnahme

Die Baumaßnahmen am Krankenhaus in Papenburg nähern sich dem Ende. Sie bringen einige Neuheiten – unter anderem eine Notaufnahme.

Als „wichtigste Eintrittspforte in unser Hospital“ bezeichnet Geschäfsführerin Veronika von Manowski die Zentrale Notaufnahme (ZNA). Patienten, Angehörige und Besucher erhalten dort den ersten Eindruck, welcher oftmals sehr entscheidend sei.

Zu den baulichen Veränderungen des Gebäudes ergreift das Krankenhaus die Chance, innerbetriebliche Prozesse und die Zusammenarbeit mit den Abteilungen zu verbessern.

Zu den baulichen Veränderungen des Gebäudes ergreift das Krankenhaus die Chance, innerbetriebliche Prozesse und die Zusammenarbeit mit den Abteilungen zu verbessern. Dazu wurde der Workshop ZNA ins Leben gerufen, der im November 2019 mit dem Ziel „Verbesserungspotenziale zu identifizieren, um entsprechende Maßnahmen abzuleiten“, gestartet ist. An dem gesamten Projekt sind sowohl Mitarbeiter verschiedener Abteilungen des Hauses als auch Chefärzte und die Unternehmensleitung beteiligt.

 

Sechs Betten zur Überwachung

Die Notaufnahme zieht vom Erdgeschoss in das Sockelgeschoss des Krankenhauses. Es entsteht ein Parrallelbetrieb von zwei Linksherzkathetermessplätzen, die mit der Fachabteilung Kardiologie verbunden sind, sodass ein unverzüglicher Einsatz von Ärzten auf direktem Wege gewährleistet wird. Zudem bietet die neue ZNA sechs Betten zur Überwachung, sechs Behandlungs- und zwei Funktionsräume sowie einem Schockraum mit angegliedertem CT-Gerät für schnellere Diagnosen. Auf diese Weise wird die Basisnotafallversorgung und die erweiterte Notfallversorgung für Erwachsene und Kinder sichergestellt.

Als dritte Neuerung steht die Einführung einer „Notfall-Triage-Praxis“ auf dem Projektplan: In Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Aurich soll in unmittelbarer Nähe zur ZNA eine Arztpraxis eingerichtet werden. Der dort praktizierende Mediziner untersucht Patientinnen und Patienten in der Notaufnahme und entscheidet über eine sinnvolle Weiterbehandlung – entweder in der Notaufnahme oder in seiner Praxis.

 

Die Kosten belaufen sich auf 7,3 Millionen Euro

Die Baukosten liegen zur Zeit im Rahmen und belaufen sich auf insgesamt 7,3 Millionen Euro, wovon 6,3 Millionen Euro als Fördersumme vom Land in das Projekt fließen.

Nach der Fertigstellung der Baumaßnahmen für die neue Zentrale Notaufnahme, stehen die Baufahrzeuge voraussichtlich nicht still. Die Geschäftsführerin des Papenburger Krankenhauses, Veronika von Manowski, hat sich als Bauzielplanung ein „komprimiertes Krankenhaus der kurzen Wege“ auf die Fahne geschrieben. Es soll ein neuer Baukörper auf drei Ebenen entstehen, damit Höhenunterschiede, lange Flure und verwinkelte Ecken vermieden werden. Mit einer Fördersumme von 36,7 Millionen Euro liegt der Antrag bei der niedersächsischen Landesbaubehörde (NLBL).

Bevor das umfangreiche Baukonzept umgesetzt wird, müssen noch einige Hürden genommen werden: Die Abgabe der Prüfungsunterlagen ist für Mitte 2020 und die Entscheidung durch den Krankenhausplanungsausschuss für Herbst 2020 terminiert. Der Baubeginn kann demnach frühestens ab Frühjahr 2021 erfolgen.

 

© General Anzeiger Papenburg 2020

Weitere Informationen

Zum Projekt:

Marienkrankenhaus Papenburg

 

Website der Klinik:

www.marien-hospital-papenburg.de