25|04|2020

Ems-Zeitung

Für Kraft und ein beruhigendes Herz zur rechten Zeit

Mit Mund-Nase-Schutz und in kleinem Kreis weiht das Marien-Hospital seine neue Notaufnahme und erweiterte Kardiologie ein.

Text: Gerd Schade

Papenburg. Für insgesamt 7,6 Millionen Euro ist im Maren-Hospital in Papenburg in den vergangenen Monaten die zentrale Notaufnahme (ZNA) verlegt und die Kardiologie erweitert worden. Gestern wurde beides feierlich eingeweiht. Dabei war nichts so wie bei vergleichbaren Anlässen vor Corona-Zeiten.

Wegen der Kontaktbeschränkungen sprach Pfarrer Franz-Bernd Lanvermeyer den kirchlichen Segen mit Mund-und-Nasen-Schutz im Beisein nur eines kleinen Teils der Belegschaft. Auch Pressevertreter waren aus Sicherheitsgründen nicht eingeladen.


Der Segensspruch sollte Lebhaftigkeit und Kraft in die Räume bringen und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein beruhigendes Herz zur rechten Zeit, gab Hospital-Sprecherin Denise Kiesow einen Teil von Lanvermeyers Segensspruch wieder. Anschließend habe sich die überschaubare Gästeschar auf einen Rundgang durch die Kardiologie und die ZNA, die sich nun ebenfalls im Sockelgeschoss befindet, begeben. Wie berichtet, werden die neuen Räume im Laufe der kommenden Woche in Betrieb genommen. „Unsere Patienten werden dort zukünftig auf dem neuesten Stand der Technik versorgt“, versichert Krankenhaus-Geschäftsführerin Veronika von Manowski in einer Pressemitteilung.

Im Zusammenhang mit den in diesem Punkt abgeschlossenen Arbeiten spricht sie von der „ersten großen Baumaßnahme im Zuge der Zielplanung am gesamten Krankenhaus.“ Von Manowski verfolgt ein „komprimiertes Haus der kurzen Wege“. Konkret geplant ist ein neuer Baukörper auf drei Ebenen, in dem es – anders als jetzt – keine Höhenunterschiede, langen Flure und verwinkelten Ecken mehr gibt. Für die Realisierung sind beim Land 35,7 Millionen Euro Fördermittel beantragt, mit einem Baubeginn ist nach den Worten der Geschäftsführerin nicht vor Frühjahr 2021 zu rechnen.

Mit der neuen Notaufnahme, die direkt von außen zugänglich und damit sowohl für Patienten als auch für den Rettungsdienst einfacher erreichbar ist, kommt das Hospital nach eigener Darstellung dem Ziel einer langfristigen Modernisierung und Umstrukturierung näher. Aus der alten Bausubstanz etwas Neues zu schaffen sei eine Herausforderung gewesen, meinte der Technische Leiter Thomas Krallmann. Überdies seien die Stimmen aus der Belegschaft gehört worden, als es darum gegangen sei, bisherige Strukturen und innerbetriebliche Prozesse zu optimieren. Dazu zählen aus Sicht des Hauses nicht zuletzt fließende Übergänge in der Notfallversorgung.

Der Umbau der Notaufnahme sei ein lang gehegter Wunsch gewesen, „und es ist uns allen gelungen, die neue ZNA nach Plan umzusetzen und fertigzustellen.“, sagte Ansgar Veer, Hauptgeschäftsführer der Lingener St. Bonifatius Hospitalgesellschaft, die Trägerin des Papenburger Krankenhauses ist.

 

Ein Aushängeschild

Für den neuen Chefarzt der ZNA, Prof. Dr. Christian Wende, der auch Chef der Kardiologie ist, „startet mit dem Umzug nun auch etwas großes Neues. Die unermüdliche Arbeit und Vorbereitung, die viele von uns in das Projekt ZNA gesteckt haben, wird sich in vielen Bereichen widerspiegeln“.

Der Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie im Marien-Hospital, Dr. Thomas Klapperich, zeigte sich „stolz auf unsere Zusammenarbeit der letzten Wochen und Monate. Wir haben nun eine ganz neue Ebene für eine noch bessere interdisziplinäre Notfallversorgung geschaffen“.

ZNA-Projektleiterin Nadine Burrichter nennt die Zentrale Notaufnahme „das Aushängeschild einer jeden Klinik. Mit neuen Räumlichkeiten, den patientenorientierten Prozessen und dem weitergebildeten Personal begegnen wir den Patienten und der Öffentlichkeit hochprofessionell“. Pflegedirektorin Marita Bäcker spricht von einer „großen Bereicherung für das Marien-Hospital und für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Papenburg.

 

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Weitere Informationen

Zum Projekt:

Marien Hospital Papenburg

 

Website der Klinik:

www.marien-hospital-papenburg.de