Heidekreis-Klinikum

Soltau und Walsrode

1. Preis im Architekturwettbewerb "Krankenhausneubau Heidekreis-Klinikum"

Die Architektengruppe Schweitzer hat gemeinsam mit HASCHER JEHLE Architektur aus Berlin sowie dem Landschaftsarchitekturbüro nsp aus Hannover den Siegerentwurf für den Neubau des Heidekreis-Klinikums abgegeben.


­Städtebau und Architektur

Die drei kubischen Baukörper der Somatik umschließen zusammen mit dem Gebäude der Psychiatrie den gemeinsamen Vorplatz des neuen Gesundheitscampus. Der gefasste Platz im Zentrum gibt den Neubauten eine Adresse und schafft Intimität im Spannungsverhältnis zu der umgebenden Weite des Wettbewerbsgebietes. Der Vorplatz erhält einen parkartigen Charakter und dient als Erholung- und Aufenthaltsbereich für Patienten, Besucher und Personal.

Durch die moderate Geschossigkeit und die Staffelung der Kubatur fügt sich das neue Heidekreis-Klinikum harmonisch und selbstverständlich in den umgebenden Landschaftsraum. Das Gebäudeensemble wird zentral auf dem Wettbewerbsgebiet platziert, so dass eine gute Erreichbarkeit des Klinikums sowohl von der Düshorner Straße als auch von der Walsroderstraße sowie von dem zukünftigen Haltepunkt der Heidebahn gegeben ist.

Durch das vorhandene, nach Norden leicht abfallende Gelände sowie einer leichten topographischen Modellierung des südwestlichen Wettbewerbsgebietes, erhalten die Palliativstation und die Geriatrie einen ebenerdigen Ausgang. Eine vorgelagerte Terrasse bietet einen schönen Ausblick in die umgebende Weite und lädt zu Spaziergängen ein. Die Lage der beiden Stationen im 1. Obergeschoss ermöglicht zudem eine kreuzungsfreie Anbindung zu den erdgeschossigen Untersuchungs- und Behandlungsbereichen.

Die Pflegstationen sind ringförmig angeordnet. Die Pflegezimmer sind alle nach außen positioniert, so dass alle Patienten einen schönen Ausblick in die umgebende Landschaft erhalten. Durch die benachbarte Lage kann bei Über- bzw. Unterbelegung einer Station ein Austausch bzw. Ausgleich mit der jeweils anderen Station erfolgen. Die Nachbarschaft ermöglicht zudem Synergieeffekte zwischen den Stationen.

Jede Station erhält einen zentralen Stützpunkt, der mittig positioniert wird. Die 56 Betten einer Station werden in vier Pflegecluster à 14 Betten aufgeteilt. Jede Bereichspflegeeinheit erhält einen eigenen dezentralen Pflegestützpunkt mit möglichst kurzen Wegen für das Pflegepersonal. Die Einzelzimmer erhalten, zugunsten der Flexibilität, jeweils eine eigene Dusche bei gleichem Flächenverbrauch gegenüber dem Vorschlag aus der Auslobung.

Visualisierungen: © Hascher Jehle Berlin GmbH

Presseberichte

Weitere Informationen

Website der Klinik:

www.heidekreis-klinikum.de​​​​​​​