27|07|2020

Braunschweiger Zeitung

HEH-Krankenhaus in Braunschweig wird für 22,4 Millionen Euro umgebaut

Das Krankenhaus erhält unter anderem einen Neu- und Erweiterungsbau. Die Bauarbeiten sollen 2022 enden.

Der Stiftungsvorstand um den Vorsitzenden Heinz-Joachim Westphal (links), der Ärztliche Direktor Karl-Dieter Heller (Dritter von links) und Geschäftsführerin Monika Skiba (Zweite von rechts) präsentieren die Vorschau auf den Neu- und Erweiterungsbau. Im Hintergrund erfolgt der Abriss des Treppenhauses.

Braunschweig. Die Maßnahmen zur Standortvergrößerung des Herzogin-Elisabeth-Hospitals (HEH) schreiten „inzwischen auf Hochtouren“ voran, berichtet die Krankenhaus-Stiftung. Der Neu- und Umbau des Hospitals an der Leipziger Straße soll 22,4 Millionen Euro kosten und umfasst den Funktionsbereich, die Physiotherapie, die Notaufnahme, die Zentralsterilisation sowie den Operations-Bereich. Bis Jahresende solle mit dem Rohbau begonnen werden, heißt es in der Mitteilung – das Ende der Bauarbeiten sei für 2022 vorgesehen.

Im vergangenen Jahr erhielt das HEH vom Land Niedersachsen den Bescheid über eine Förderung in Höhe von 16 Millionen Euro. „Dass sich die Landesregierung an den Kosten unseres geplanten Neu- und Erweiterungsbaus beteiligt, hat uns außerordentlich gefreut“, wird Vorstandsvorsitzender Heinz-Joachim Westphal zitiert. Um den Förderanspruch zu erfüllen, erforderte es die Neuvergabe aller technischen Gewerke, wie zum Beispiel der Objekt- und Elektroplanung sowie der Medizintechnik. 

Die neuen Ideen der Architekten veränderten die ursprüngliche Bauplanung: Vergrößert werden sollen die Endoskopie wie auch die Notaufnahme und Zentralsterilisation. Außerdem sei geplant, die Wegeführung im Krankenhaus zu verbessern und neue Verbindungsgänge zwischen den Funktionsbereichen zu schaffen. „Wir wollen eine direkte Anbindung zwischen den verschiedenen Bereichen und Stationen erreichen und bisherige hochfrequentierte Wege entlasten“, sagt Geschäftsführerin Monika Skiba.

All diese Veränderungen hätten Planungsanpassungen und Neuausschreibungen der Aufträge nach sich gezogen, die zum einen den Beginn der Baumaßnahmen verzögerten, aber auch die Baukosten steigen ließen. Da die Förderung seitens des Landes auf 16 Millionen festgesetzt sei, komme das HEH für die restlichen 6,4 Millionen auf und trage auch das Risiko steigender Kosten, heißt es in der Stiftungsmitteilung.

Derzeit erfolgt der Abriss eines Treppenhauses, damit Platz für die Anbindung zum Neubau entstehen kann. Dieser enthält dann neben dem neuen Fluchttreppenhaus auch einen Fahrstuhl über alle Ebenen. Die Liegendzufahrt der Notaufnahme wurde verlegt und das Pflaster der bisherigen Zufahrt bereits abgetragen. Als nächstes folgt die Demontage der Überdachung. Das Regenrückhaltebecken, welches sich aktuell noch im Baufeld befindet, wird freigelegt und versetzt. Geplant sei, mit dem Rohbau bis Ende des Jahres zu beginnen und die Kellerebene – die neuen Räumlichkeiten der Physiotherapie – abgeschlossen zu haben.

Bis es so weit sei, müsse die Stiftung Herzogin-Elisabeth-Hospital allerdings noch die ein oder andere bauliche Herausforderung meistern: „Am anspruchsvollsten wird sicher der Neubau der Zentralsterilisation und ihre spätere Verlegung. Sie umfasst die meiste Technik und muss während der gesamten Baumaßnahmen voll einsatzfähig sein“, erklärt der Ärztliche Direktor Karl-Dieter Heller. „Ohne Sterilisation der Instrumente können keine Operationen erfolgen. Die Herausforderung besteht darin, die Abläufe so zu takten, dass keine Einschränkung in der Leistungsfähigkeit unseres Hauses entsteht.“

© Braunschweiger Zeitung 2020, Foto: HEH

 

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