07|07|2018

Lippische Landes-Zeitung 

Im März rollen die Bagger an

Klinik-Baumaßnahmen. Der dritte Flügel am Detmolder Krankenhaus soll in fünf Jahren fertig sein. Geschäftsführer Dr. Johannes Hütte verspricht weiteres Personal „in allen Gesellschaften“

Text: Martin Hostert

Kreis Lippe. Zuweilen liegen noch drei Patienten in einem Zimmer, Bad und WC sind auf dem Flur: Das Klinikum Lippe muss und wird investieren – in die Detmolder Zimmer ebenso wie in die OPs, die Ambulanz und in andere Bereiche. Mehr als 60 Millionen werden bekanntlich in Lemgo und Detmold verbaut. In Detmold wird nun das Genehmigungsverfahren bei der Stadt auf den Weg gebracht.

Im März 2019 rollen die Bagger an und beginnen, Leitungen umzulegen. Dies hoffen die Geschäftsführer Dr. Johannes Hütte und Dr. Helmut Middeke. Am  Erscheinungsbild der Klinik und damit am Stadtbild wird sich einiges ändern – wo jetzt der „Garten der Sinne“ ist, entsteht ein neues Haus als dritter Flügel. Dort gibt es über drei Etagen 160 neue Betten, im Untergeschoss eine weitere Intensivstation, im Erdgeschoss die Ambulanz und den Chefarztbereich. Der Garten wird am alten Hubschrauberlandeplatz neu angelegt.


Vom alten Bettenhaus verabschiedet sich das Klinikum entgegen früherer Pläne nicht komplett. Die Zimmer werden nacheinander renoviert, es ziehen Teile der Verwaltung ein. Außerdem gibt es einen weiteren Kreißsaal in der „florierenden Familienklinik“.

Weiteres Herzstück der Investitionen: die neuen OP-Säle im Untergeschoss. „Wenn alles gut geht, sind sie Ende 2023 fertig. “Jetzt gibt es sieben zentrale OP-Säle, künftig werden es zwölf sein – mit der Option, zukünftig vier weitere bauen zu können.

Dr. Hütte setzt auf weitere, nicht nur bauliche, Veränderungen. So wird es künftig „Fallwagen“ geben, die – je nach Operation – mit den dafür notwendigen Instrumenten bestückt sind und jederzeit einsatzbereit in den Saal geschoben werden können. Damit hofft er, Personal zu entlasten und Rüstzeiten zu verkürzen. Das „gesamte Notfallgeschehen“ wird sich künftig auf einer Ebene abspielen. Auch ist ein zentraler Raum mit 30 Betten geplant, in dem Patienten auf die OP vorbereitet werden und sich bei ambulanten Operationen umziehen können – dies soll die Stationen entlasten. Denn: „Die Arbeitsverdichtung kommt an ihre Grenzen.“

„Das sind viele Ideen aus unseren elf Projektgruppen, die zu unterschiedlichen Themen zusammengesessen haben“, lobt Dr. Hütte das „Know-how“ aus dem Haus. Ihm geht es viel um Betriebslogistik, er will die Abläufe optimieren, setzt auf eine bessere Ver- und Entsorgung. Die Lkw-Zufahrt wird verbessert, der Ladehof vergrößert. Der Klinikchef verspricht, weiterhin „in allen Gesellschaften“ Personal ein zustellen: „Wir haben seit Jahren steigende Mitarbeiterzahlen. Das wird so bleiben.“

© Lippische Landes-Zeitung 2018

 

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