03|02|2017

Salzgitter Zeitung

Ein Zuhause für Demenzkranke

Die Dr.-Fontheim-Klinik legt den Grundstein für einen Neubau.

Von Gesa Lormis

Liebenburg. Eine Tageszeitung, einen Satz-Euro-Münzen und Bilder aus der Zeit vor dem Neubau stecken in der kupfernen Zeitkapsel, die Hans-Christian Fontheim und Michael Pankratz, Geschäftsführer der Dr.-Fontheim-Klinik, gestern Vormittag in ein symbolisches Mauerstück einsetzten. In seiner Eröffnungsrede ging Geschäftsführer Fontheim auf die langjährige Planung des Demenz-Pflegeheims ein. Von den ersten Ideen zur Einrichtung der Baustelle und Grundsteinlegung waren fast 2,5 Jahre vergangen. Von der ersten Idee bis zum Baustart dauerte es 2,5 Jahre „Grund für den Neubau ist die zunehmende Alterung der Gesellschaft und die damit verbundene Nachfrage, pflegebedürftige psychisch kranke Menschen professionell zu versorgen“, erklärte er. Als Facharzt für Neurologie geht er davon aus, dass der Anteil pflegebedürftiger Menschen mit Demenz zunehmen wird.

In Zusammenarbeit mit der gerontopsychiatrischen Abteilung der Klinik ist ein breites ambulantes und stationäres Angebot für die Betroffenen geplant. „Unsere Arbeit in der stationären Akutbehandlung beginnt dort, wo herkömmliche Pflegeheime und -dienste an ihre Grenzen stoßen“, sagte Pankratz. Das neue Gebäude entsteht für ein stationäres Angebot für sechs Wohngruppen auf drei Etagen. Wie Joachim Welp, Gesellschafter der Architektengruppe Schweitzer und Partner, erklärte, ist das Gebäude von römischen Atrien inspiriert – die Aufenthaltsräume der Bewohner werden um zwei Innenhöfe angeordnet, um mehr natürliches Licht in die Räume zu lassen. „Natürliches Licht hilft bei der zeitlichen Orientierung. Wir haben uns an Erkenntnissen der ,Heilenden Architektur‘ orientiert. Die Einrichtung soll nicht nur barrierefrei sein und die Mitarbeiter bei ihrer Arbeit unterstützen, sondern den besonderen Bedürfnissen der Bewohner gerecht werden“, erläuterte er in seiner Rede.

© Salzgitter Zeitung 2017

 

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