01|01|2013

Deutsches Architektenblatt

Architektenwettbewerb

Standortzentralisierung des Diakoniekrankenhauses an der Humboldtstraße Hannover

Aufgabe

Das Krankenhaus Friederikenstift hat derzeit zwei Standorte in Hannover: einerseits die Humboldtstraße mit 384 Betten und anderseits die Marienstraße mit 60 Betten. Beide Häuser sollen zukünftig am Standort Humboldtstraße zusammengelegt werden. Hinzu kommt noch die Frauenklinik aus Hannover-Kirchrode. Notwendig werden neben anderen Maßnahmen der Neubau einer allgemeinen Pflegestation, die Erweiterung der Intensivmedizin oder auch der Ausbau der OP-Kapazität.

 

Auslober

Diakoniekrankenhaus Frederikenstift gGmbH, Hannover

 

Preisträger

1. Preis: 
Architektengruppe Schweitzer + Partner, Braunschweig

2. Preis: 
Arcass Freie Architekten Stuttgart mit kreuger wilkins architekten, Stuttgart

3. Preis: 
AEP Architekten Eggert Generalplaner GmbH, Stuttgart

Jurybewertung

Prof. Manfred Schomers aus Bremen führte das Preisgericht, das die Entwurfslösung der Architektengruppe Schweitzer + Partner favorisierte, die den baulichen Schwerpunkt an den Goetheplatz legte und mit den neuen Baukörpern eine gute Ergänzung zum Duktus des Platzes lieferte. Der Neubau am Goetheplatz entwickle eine eigene Identität, meinte die Jury. Die jeweiligen Vorfelder sowie die Komposition der Kirche seien weitere städtebauliche Vorzüge der Arbeit, auch wenn gleichzeitig über die Fuge zwischen Neu- und Bestandsgebäude kontrovers diskutiert wurde. Auch die Wahl des Fassadenmaterials Klinker wurde ausdrücklich befürwortet.

 

Entwurf Schweitzer + Partner

Alle neuen Bauteile werden mit einer Klinkerfassade versehen. Die Konturen des Frauenklinik-Neubaus werden von den großen Bewegungen am Goetheplatz abgeschliffen und runden die Baukörper teilweise ab. Die Fassaden erhalten Fensterbänder. Im Übergang zum Bestand werden die Fensterbänder immer kürzer, bis sie zu einzelnen Lochfenstern hin auslaufen, die die Verbindung zu den teils denkmalgeschützten Fassaden des Bestands selbstverständlich werden lassen. Das Gebäude öffnet sich im Bereich des Haupteingangs mit dem Innenhof zur Feuerwehrstraße. Ein gläsernes Treppenhaus bildet zusammen mit den schrägen Stützen einen besonderen Blickfang und betont den Haupteingang.

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